Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Gelegentliche Schlafprobleme kennt fast jeder. Aber wann ist professionelle Hilfe sinnvoll? Suchen Sie einen Arzt auf, wenn:
- Schlafprobleme länger als 4 Wochen anhalten
- Sie tagsüber stark eingeschränkt sind (Konzentration, Stimmung, Leistung)
- Ihr Partner Atemaussetzer oder starkes Schnarchen bemerkt
- Sie unter Einschlafzwang leiden (z.B. am Steuer)
- Sie regelmäßig Schlafmittel benötigen
- Schlafprobleme Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
Tipps für besseren Schlaf
Schlafhygiene-Grundlagen
🕐
Regelmäßige Zeiten
Gehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf – auch am Wochenende.
🌡️
Optimale Temperatur
Halten Sie Ihr Schlafzimmer kühl (16-18°C). Eine kühle Umgebung fördert das Einschlafen.
🌑
Dunkelheit
Verdunkeln Sie Ihr Schlafzimmer komplett. Selbst kleine Lichtquellen können den Schlaf stören.
📵
Bildschirmfreie Zeit
Vermeiden Sie Smartphones und Computer mindestens 1 Stunde vor dem Schlafengehen.
☕
Koffein vermeiden
Trinken Sie nach 14 Uhr keinen Kaffee, Tee oder andere koffeinhaltige Getränke mehr.
🧘
Entspannungsritual
Etablieren Sie ein abendliches Ritual: Lesen, leichte Dehnübungen oder Meditation.
Was Sie vermeiden sollten
- Schwere Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen
- Alkohol als "Schlafmittel" – er stört die Schlafqualität
- Intensive körperliche Aktivität am späten Abend
- Im Bett arbeiten, essen oder fernsehen
- Lange im Bett liegen, wenn Sie nicht schlafen können
Wichtig: Wenn Schlafprobleme trotz guter Schlafhygiene anhalten, können sie auf eine behandlungsbedürftige Schlafstörung hinweisen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!
Häufige Schlafstörungen
Insomnie (Schlaflosigkeit)
Die häufigste Schlafstörung, gekennzeichnet durch Einschlaf- oder Durchschlafprobleme. Oft behandelbar durch kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I).
Schlafapnoe
Atemaussetzer während des Schlafs, oft begleitet von lautem Schnarchen. Kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen und sollte im Schlaflabor abgeklärt werden.
Restless-Legs-Syndrom (RLS)
Unruhige Beine mit Bewegungsdrang, besonders abends und nachts. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten verfügbar.
Chronobiologische Störungen
Probleme mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus, z.B. bei Schichtarbeit oder Jetlag. Kann durch Lichttherapie und Verhaltensanpassungen verbessert werden.