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Schnarch-Check: Wie oft und wie störend schnarchst du?

Ein Schnarchen-Test kann ordnen, wie oft und wie laut du schnarchst und wie sehr das dich und andere stört. Schnarchen ohne Atemaussetzer gilt medizinisch als harmlos und wird behandelt, wenn du darunter leidest. Bemerkt jemand Atemaussetzer oder bist du tagsüber sehr müde, gehört das in die Hausarztpraxis.

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Schnarch-Check: Häufigkeit, Störung und Auslöser

6 Fragen · 9 Zusatzfragen · etwa 4 Minuten · in den letzten vier Wochen

  1. Wie oft schnarchst du, soweit du es selbst weißt oder andere es dir erzählen?
  2. Wie oft beschreiben andere dein Schnarchen als sehr laut?
  3. Wie oft wird jemand, der im selben Zimmer schläft, von deinem Schnarchen wach?
  4. Wie oft weicht jemand wegen deines Schnarchens in ein anderes Zimmer aus, oder schlaft ihr deshalb getrennt?
  5. Wie oft wachst du von deinem eigenen Schnarchen auf?
  6. Wie sehr belastet dein Schnarchen dich oder das Zusammenleben mit der Person, die neben dir schläft?
  7. Schnarchst du vor allem oder deutlich lauter, wenn du auf dem Rücken liegst?
  8. Schnarchst du stärker in Nächten, nachdem du abends Alkohol getrunken hast?
  9. Ist deine Nase nachts oft verstopft, zum Beispiel bei Schnupfen oder einer Allergie?
  10. Liegt dein Body-Mass-Index (BMI) bei 25 oder höher?
  11. Rauchst du?
  12. Nimmst du regelmäßig Schlaf- oder Beruhigungsmittel?
  13. Haben Menschen in deiner Nähe schon Pausen in deiner Atmung im Schlaf beobachtet, nach denen du hörbar nach Luft geschnappt hast?
  14. Bist du tagsüber oft so müde, dass du ungewollt einschläfst, obwohl du nachts genug Zeit zum Schlafen hattest?
  15. Wachst du nachts manchmal plötzlich auf, weil du keine Luft bekommst oder dein Herz rast?

Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: Eigener Check von check-dich-selbst.de nach der HNO-Leitlinie zum Schnarchen und dem DGSM-Ratgeber Schnarchen des Erwachsenen, kein validierter Fragebogen.

So wird ausgewertet

Der Check hat 15 Fragen in drei Teilen. Sechs Fragen ergeben die Punktzahl. Sie betreffen, wie oft und wie laut du schnarchst und was das für deinen eigenen Schlaf und für die Menschen in deiner Nähe bedeutet. Jede Antwort zählt 0 bis 3 Punkte, zusammen sind es 0 bis 18. Wenn du etwas nicht weißt oder allein schläfst, wählst du die passende Antwort, sie zählt 0 Punkte.

Sechs weitere Fragen gehen typischen Auslösern nach, etwa der Rückenlage, Alkohol am Abend oder einer verstopften Nase. Sie zählen nicht zur Punktzahl. Jedes Ja erscheint im Ergebnis in einer eigenen Liste, damit du siehst, wo du ansetzen kannst. Die letzten drei Fragen betreffen Warnzeichen einer Schlafapnoe. Auch sie zählen nicht mit, lösen bei einem Ja aber einen eigenen Hinweis aus, egal wie viele Punkte du hast.

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0 bis 3Geringe BelastungDein Schnarchen und seine Folgen fallen kaum ins Gewicht: Es stört dich und andere wenig, oder niemand bekommt es mit.
4 bis 8Gelegentlich störendes SchnarchenDu schnarchst ab und zu oder regelmäßig, die Folgen für dich und andere bleiben eher klein.
9 bis 13Deutlich störendes SchnarchenDein Schnarchen stört regelmäßig deinen eigenen Schlaf oder den von anderen.
14 bis 18Stark belastendes SchnarchenLautes, häufiges Schnarchen hat deutliche Folgen für dich und die Menschen, die neben dir schlafen.

Die Grenzen folgen aus der Antwortskala und sind nicht an schnarchenden Menschen geprüft. Die ersten beiden Fragen, Häufigkeit und Lautstärke, bringen zusammen höchstens 6 Punkte. Bis 3 Punkte heißt deshalb, dass dein Schnarchen und seine Folgen insgesamt gering ausfallen. Auch wer fast jede Nacht schnarcht, kann so niedrig liegen, wenn weder du noch jemand anderes darunter leidet. Ab 9 Punkten stammen immer mindestens 3 Punkte aus den vier Fragen nach den Folgen, also aus geweckten oder ausquartierten Mitschläfern, eigenem Aufwachen oder Belastung. Ab 14 Punkten reicht lautes und häufiges Schnarchen allein bei weitem nicht: Dann liegen die vier Fragen nach den Folgen im Schnitt mindestens bei der zweithöchsten Antwort. Wenn du allein schläfst, kommst du höchstens auf 12 Punkte, weil zwei Fragen andere Menschen im Zimmer voraussetzen.

Was der Check misst

Dieser Schnarch-Check ist ein eigener Check von check-dich-selbst.de und kein validierter Fragebogen. Er hilft dir, dein Schnarchen vor einem Arztgespräch oder einem Gespräch mit der Person neben dir zu ordnen: wie oft es vorkommt, wen es stört und unter welchen Umständen es schlimmer wird.

Der Aufbau folgt der Art, wie die Medizin Schnarchen beschreibt. Eine befriedigende Definition gibt es laut der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde nicht, und objektive Messgrößen für das Geräusch fehlen. Die Diagnose stützt sich auf den Bericht der Betroffenen oder ihrer Bettpartner [2]. Als wesentliches Merkmal nennen die Leitlinie und der Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) den Grad der Belästigung, und der hängt stark davon ab, wie die Person neben dir das Schnarchen wahrnimmt [1, 2]. Schnarchen stört nicht selten auch deren Schlaf. Medizinisch ist es wahrscheinlich harmlos, trotzdem leiden Betroffene häufig unter den sozialen Folgen, bis hin zu einer schlechteren Lebensqualität [1]. Deshalb fragt der Check so viel nach Folgen.

Die Auslöser im zweiten Teil nennt der DGSM-Ratgeber als typische Situationen und Risikofaktoren: Alkohol, Rückenlage, ein erhöhtes Körpergewicht, Rauchen, allergische Erkrankungen der Nase und eine behinderte Nasenatmung [1]. Das österreichische Gesundheitsportal zählt Schlaf- und Beruhigungsmittel dazu, weil sie wie Alkohol die Muskulatur erschlaffen lassen [3]. Für Übergewicht nutzt der Check die Grenze der WHO, die bei Erwachsenen ab einem Body-Mass-Index von 25 von Übergewicht spricht [6]. Deinen Wert rechnest du mit dem BMI-Rechner aus.

Schnarch-Check und Schlafapnoe-Risiko-Test

Auf schlaf.check-dich-selbst.de gibt es zwei Checks rund ums Schnarchen. Dieser hier dreht sich um das Schnarchen selbst und um die Menschen, die es hören. Der Schlafapnoe-Risiko-Test fragt nach Beschwerden und Risikofaktoren einer obstruktiven Schlafapnoe, etwa nach Kopfschmerzen am Morgen, nächtlichem Harndrang, Alter und Körpergewicht.

Die beiden Fälle sind unterschiedlich ernst. Schnarchen an sich ist harmlos. Von einer Schlafapnoe spricht man erst, wenn Atemaussetzer von mehr als 10 Sekunden oder eine sehr flache Atmung dazukommen [4]. Die drei Warnfragen am Ende dieses Checks greifen genau diese Grenze auf. Ein Ja dort führt zu dem Hinweis, mit deiner Hausarztpraxis zu sprechen, und ist ein guter Anlass, auch den Schlafapnoe-Risiko-Test zu machen.

Grenzen des Tests

Schnarchen passiert im Schlaf, und was du darüber weißt, stammt meist von anderen. Wer allein schläft, kann viele Fragen nur mit "weiß ich nicht" beantworten und bekommt eine niedrige Punktzahl, auch wenn er laut schnarcht. Das gilt besonders für die Warnfrage nach Atemaussetzern, denn die bleiben den Betroffenen meist unbemerkt [7].

Der Check misst außerdem Belastung, und die ist subjektiv. Dasselbe Schnarchen stört eine Person mit leichtem Schlaf mehr als jemanden, der fest schläft. Eine hohe Punktzahl zeigt, wie sehr das Schnarchen dich und andere beeinträchtigt. Ob es gesundheitlich bedenklich ist, beantwortet sie nicht. Das klärt erst eine ärztliche Untersuchung, bei Hinweisen auf eine Atmungsstörung mit einer Messung im Schlaf [1].

Wie Schnarchen entsteht und wer schnarcht

Wenn du einschläfst, lässt die Spannung der Muskeln im oberen Atemweg nach. Das Weichgewebe im Rachen gerät dann leichter ins Schwingen, und weil der Luftweg enger wird, strömt die Atemluft schneller hindurch. Das Geräusch entsteht durch diese Vibration, meist am weichen Gaumen mit dem Zäpfchen, grundsätzlich aber im ganzen Rachen und seltener auch am Kehlkopf. Häufig finden Ärztinnen und Ärzte zu viel Schleimhaut am Gaumen oder vermehrtes Weichteilgewebe im Rachen [1]. Geschwollene Schleimhäute bei Schnupfen oder Allergien, vergrößerte Mandeln, Nasenpolypen, eine schiefe Nasenscheidewand und Fehlstellungen des Kiefers können ebenfalls dazu beitragen [3].

Paar in den Fünfzigern lacht an einem sonnigen Morgen beim Frühstück mit Kaffee und Brötchen
Bild: KI-generiert

Wie häufig Schnarchen ist, lässt sich schwer sagen, weil Studien eine Schlafapnoe bei den Teilnehmenden nur selten sicher ausschließen [2]. Am weitesten verbreitet ist es bei Männern im mittleren bis höheren Alter, die Angaben schwanken dort zwischen 20 und 50 Prozent. Frauen im gleichen Alter schnarchen mit bis zu 25 Prozent ebenfalls häufig, vor den Wechseljahren aber deutlich seltener als Männer [1]. Die HNO-Leitlinie nennt als Risikofaktoren männliches Geschlecht, mittleres bis höheres Alter, Rauchen, einen erhöhten Body-Mass-Index, eine behinderte Nasenatmung, einen vergrößerten weichen Gaumen und Alkohol [2]. Laut wird auch einfaches Schnarchen, nach Angaben des österreichischen Gesundheitsportals mitunter etwa 90 Dezibel [3].

Ist Schnarchen gefährlich?

Schnarchen ohne Atemaussetzer gilt derzeit nicht als Erkrankung mit medizinischer Gefährdung, eine Behandlung ist medizinisch nicht nötig. Ob Schnarchen als solches das Herz-Kreislauf-System belastet, wird weiter kontrovers diskutiert [2]. Behandelt wird es, wenn du eine Behandlung möchtest, meist weil du oder die Menschen um dich herum darunter leiden [1]. Was dabei hilft und wofür es keine Belege gibt, beschreibt der Ratgeber Schnarchen: Was wirklich hilft.

Mann in den Fünfzigern spricht in einem hellen Praxisraum ruhig mit einer Hausärztin
Bild: KI-generiert

Ernster ist es, wenn das Schnarchen zu einer obstruktiven Schlafapnoe gehört. Dann verengt sich der Rachen im Schlaf so stark, dass die Atmung immer wieder aussetzt. Der Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt, und kurze Weckreaktionen zerstückeln den Schlaf. Menschen mit Schlafapnoe haben häufiger Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ihr Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen ist erhöht [4]. Woran du eine Schlafapnoe erkennst und wie die Diagnose abläuft, steht im Ratgeber Schlafapnoe: Anzeichen und Diagnose.

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Lass dich untersuchen, wenn jemand bei dir Atemaussetzer bemerkt hat, wenn du tagsüber sehr müde bist oder nachts mit Luftnot aufwachst. Wiederholte Atemaussetzer unterscheiden einfaches Schnarchen von einer Schlafapnoe und sollten ärztlich abgeklärt werden, gegebenenfalls im Schlaflabor [3]. Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis [4], bei Beschwerden an Nase und Rachen auch eine Hals-Nasen-Ohren-Praxis [3]. Auch wenn du dein Schnarchen behandeln lassen möchtest, lohnt sich der Weg dorthin: Vor einer Schnarchschiene oder einem Eingriff sollte mindestens eine ambulante Schlafuntersuchung wie eine Polygraphie stattfinden [1].

Alkohol am Abend lässt die Muskeln im Rachen erschlaffen und gehört zu den typischen Auslösern [1, 3]. Wenn du abends regelmäßig trinkst, hilft dir der Alkohol-Test beim Einordnen. Schlaf- und Beruhigungsmittel besprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Dieser Check richtet sich an Erwachsene. Bei Kindern ist Schnarchen das häufigste Zeichen einer obstruktiven Schlafapnoe. Sie betrifft bis zu 5 Prozent der Kinder, im Kleinkindalter oft wegen vergrößerter Rachen- und Gaumenmandeln. Diagnose und Behandlung gehören laut DGSM in die Hände schlafmedizinisch erfahrener Kinderärztinnen und Kinderärzte [5]. Wenn dein Kind regelmäßig schnarcht und du Atemaussetzer bemerkst, sprich mit eurer Kinderarztpraxis.

  1. Fachgesellschaft Schnarchen des Erwachsenen. Ratgeber für Patientinnen und Patienten. Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), AG Chirurgische Therapieverfahren in der Schlafmedizin. Stand redigiert 11.02.2026. abgerufen am 28.10.2026
  2. Leitlinie S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Schnarchens des Erwachsenen (Kurzfassung), AWMF-Register-Nr. 017/068. Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC). Stand 03/2019, Kurzfassung, derzeit in Überarbeitung. abgerufen am 28.10.2026
  3. Behörde Schnarchen. Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, gesundheit.gv.at. Stand 29.07.2025. abgerufen am 28.10.2026
  4. Behörde Obstruktive Schlafapnoe. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 08.07.2026. abgerufen am 28.10.2026
  5. Fachgesellschaft Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Ratgeber für Patientinnen und Patienten. Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Stand redigiert 11.02.2026. abgerufen am 28.10.2026
  6. Behörde Obesity and overweight (Fact sheet). Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 07.10.2026. abgerufen am 28.10.2026
  7. Behörde Obstruktive Schlafapnoe (OSA): Ursachen, Symptome und Behandlung. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 04.04.2025. abgerufen am 28.10.2026

Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.

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